Fleece und Scuba: strukturierte Maschenware aus Polyester
Fleece und Scuba sind die zwei strukturierten Familien, in denen Polyester für Wärme und Körper eingesetzt wird, und der Unterschied liegt an der Oberfläche: bei Fleece kommt die Wärme aus dem aufgerauten Flor (100–400 g/m²), bei Scuba der Körper aus der doppelflächigen Struktur selbst. Weil das Gewichtsband weit ist, ist „Fleece“ allein keine Spezifikation — Struktur + Gewicht + Oberflächenbehandlung müssen zusammen geschrieben werden.
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Fleece und Scuba sind zwei Familien strukturierter Maschenware, in denen Polyestergarn für Wärmerückhalt und einen körperhaften Aufbau eingesetzt wird. Beide sind voluminös und fest im Griff, doch Oberfläche und Leistungscharakter unterscheiden sich deutlich.
Fleece (geraute Maschenware)
Fleece entsteht, indem eine oder beide Seiten der Maschenware geraut werden: Die Fasern werden aufgebürstet und bilden einen Flor. Zwischen den aufgestellten Fasern wird Luft eingeschlossen; diese ruhende Luftschicht sorgt für ein hohes Wärmerückhaltevermögen. Fleece ist leicht, trocknet rasch und behält seine Wärmewirkung auch in feuchtem Zustand weitgehend. Je nach Flächengewicht und Flordichte reicht das Spektrum vom dünnen Mikrofleece bis zu dicken, wollähnlichen Qualitäten.
Scuba und Doppeljersey im Neopren-Stil
Scuba ist ein feiner Doppeljersey (Double Knit, Interlock-Familie), der in der Regel einen Anteil Elasthan enthält; die Oberfläche ist glatt, der Griff leicht schwammig und voll. Der Name stammt vom Tauchneopren, weil das Material einen ähnlichen Körper und ein ähnliches Rückstellverhalten vermittelt, anders als echtes Neopren aber keinen Schaumgummi enthält. Die Ware besitzt Stand, hält die Form und eignet sich für skulpturale Silhouetten.
Wärme und Struktur im Vergleich
- Fleece: hohe Isolation und Bauschigkeit, weiche geraute Oberfläche, atmungsaktiv, leicht.
- Scuba: mittlere Isolation, glatte Oberfläche, ausgeprägter Stand und gute Formhaltung.
- Fleece wird meist ein- oder beidseitig geraut; Scuba ist ein glatter Doppeljersey.
- Das Elasthan im Scuba sorgt für Vier-Wege-Stretch und Rückstellvermögen.
- Für die Dimensionsstabilität ist bei beiden das Thermofixieren entscheidend.
Einsatzbereiche
- Fleece: Jacken für die Innen- und Mittellage (Midlayer), Jogginghosen, Decken, Futter, Mützen.
- Scuba: strukturierte Kleider, Röcke, Blazer, sportlich-modische Fusionsteile.
- Fleece wird sehr häufig aus recyceltem Polyester (rPET) gefertigt.
- Scuba eignet sich für präzise Entwürfe mit klarer Schnittführung, bei denen die Nahtlinien deutlich hervortreten.
Hinweise für die Produktion
Beim Fleece bestimmen die Rauintensität und das Scheren (Shearing) sowohl den Griff als auch die Pilling-Neigung; eine Anti-Pilling-Ausrüstung erhält die Oberflächenqualität. Beim Scuba sind die Glätte der Oberfläche und die gleichmäßige Verteilung des Elasthans für Bügelbarkeit und Dimensionsstabilität wichtig. Bei beiden Konstruktionen stellt die richtige Wahl des Flächengewichts das Gleichgewicht zwischen angestrebtem Wärmerückhalt und Fall her.
Häufige Fragen
Worin unterscheiden sich Fleece und Scuba?
Der Unterschied liegt an der OBERFLÄCHE. Beim Fleece kommt die Wärme aus der ruhenden Luft, die zwischen dem aufgerauten Flor eingeschlossen ist; es ist leicht, trocknet schnell und behält selbst feucht den Großteil seiner Isolation. Beim Scuba entsteht der Körper aus der doppelflächigen Struktur selbst: glatte Oberfläche, leicht schwammiger Griff, aufrechter Fall und Formhaltung. Der Name stammt vom Neopren, Schaumgummi enthält es jedoch nicht.
Genügt die Angabe „Fleece“ in einer Spezifikation?
Sie genügt nicht, denn die Gewichtsspanne ist sehr weit (100–400 g/m²): dasselbe Wort deckt vom dünnen Micro-Fleece bis zu dicken, wollähnlichen Qualitäten alles ab. Struktur, Flächengewicht und Oberflächenbehandlung müssen ZUSAMMEN geschrieben werden. Rauhdichte und Schur bestimmen Griff wie Pillingneigung; eine Anti-Pilling-Ausrüstung schützt die Oberflächenqualität.