Flächengewicht aus der Probe: vom Wiegen zum g/m² (ISO 3801)

Ermittelt das reale Flächengewicht der Ware aus Gewicht und Maßen der von Ihnen geschnittenen Probe — gültig für jeden Warentyp, einschließlich Gewebe, Kulierware und Kettenwirkware.

Flächengewicht
g/m²
Imperiale Entsprechung
oz/yd²
Probenfläche
cm²
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Formel

Flächengewicht (g/m²) = Probengewicht (g) × 10.000 ÷ (Länge (cm) × Breite (cm)). Die Konstante 10.000 ist die Umrechnung cm²→m² (1 m² = 10.000 cm²). Imperiale Entsprechung: oz/yd² = g/m² ÷ 33,906.

Rechenbeispiel

Eine Probe von 10 × 10 cm wiegt 1,8 g → Fläche = 10 × 10 = 100 cm². Flächengewicht = 1,8 × 10.000 ÷ 100 = 180 g/m². Imperiale Entsprechung = 180 ÷ 33,906 = 5,31 oz/yd². Schneidet man aus derselben Ware 20 × 20 cm, wiegt die Probe 7,2 g und das Ergebnis bleibt 180 g/m² — die Probengröße ändert das Ergebnis nicht, sie erhöht nur die Genauigkeit.

Häufige Fragen

Warum wiegen wir, statt aus der Konstruktion zu rechnen?

Eine Schätzung aus der Konstruktion hängt von der Herstellungstechnik ab: das Gewebe braucht Fadendichte und Einarbeitung, die Kulierware die Maschenlänge, die Kettenwirkware (Raschel-, Trikotmaschine) den Einlauf je Legebarre (run-in). Ein Teil davon sind MASCHINEN-Parameter — wer die Ware in der Hand hält, kann sie nicht kennen. Das Wiegen trifft dagegen keinerlei Annahme über die Konstruktion: es funktioniert bei jedem Warentyp gleich, sogar bei Vliesstoffen, und das Ergebnis ist eine Messung, keine Schätzung.

Wie groß muss die Probe sein?

Eine größere Probe ist genauer, weil Schnitttoleranz und Waagenfehler im Verhältnis zum Gesamtgewicht klein bleiben. Nach ISO 3801 ist ein Rundschneider mit 100 cm² verbreitet; beim Messen von Hand sind 10 × 10 cm eine praktische Basis. Schneiden Sie saubere Kanten, streichen Sie Falten glatt und entnehmen Sie aus der Warenmitte, nicht aus der Warenkante (selvedge). Das Mitteln mehrerer Entnahmestellen zeigt zusätzlich die Streuung innerhalb der Partie.

Muss ich die Probe konditionieren?

Für einen Wert, den Sie deklarieren wollen: ja. Textilfasern nehmen Feuchtigkeit aus der Luft auf, und die Waage wiegt diese mit; das Normalklima beträgt 20 °C und 65 % relative Luftfeuchte. Polyester hat eine sehr geringe Feuchtigkeitsaufnahme (0,4 %), die Abweichung bleibt daher klein, wird in Baumwollmischungen aber deutlich. Für die Umrechnung auf das konditionierte Handelsgewicht nutzen Sie den Rechner für das konditionierte Gewicht.

Der gemessene Wert weicht vom Flächengewicht im Angebot ab — woran liegt das?

Drei übliche Ursachen: ob die Ware Rohware oder ausgerüstet ist (Ausrüstung, Kompaktierung und Thermofixieren erhöhen das Gewicht), ob die Probe feucht oder trocken war, und die Toleranz innerhalb der Partie. Die Flächengewichte im Katalog sind als typische Bereiche angegeben; die Abnahmetoleranz wird je Auftrag im Angebot festgehalten. Wenn Sie eine Abweichung gemessen haben, teilen Sie uns Probenmaß und Wiegebedingungen mit — wir prüfen das gemeinsam.

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