Rechner für den Verstreckungsgrad POY → DTY — geschätzter DTY-Denier und Ausbeute
Ermitteln Sie aus einem POY-Denier und dem Verstreckungsgrad den geschätzten DTY-Denier nach der Texturierung sowie die theoretische Masseausbeute.
Geschätzt — Richtwert.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen POY und DTY?
POY (Partially Oriented Yarn) ist das instabile Zwischenprodukt: aus der Schmelze mit hoher Geschwindigkeit gesponnen, aber nicht vollständig verstreckt. DTY (Draw Textured Yarn) entsteht, wenn POY auf einer Strecktexturiermaschine gleichzeitig verstreckt (es wird feiner) und texturiert wird (es gewinnt Kräuselung und Bauschigkeit) — ein Garn, das für Weberei und Strickerei einsatzbereit ist.
Wie verändert der Verstreckungsgrad den Denier?
Das Verstrecken dehnt und verlängert das Filament; da die Masse erhalten bleibt, entfallen auf dieselbe Länge weniger Gramm und der Denier sinkt. DTY-Denier ≈ POY-Denier ÷ Verstreckungsgrad. Verstreckt man 250D POY mit 1,6, ergibt das ≈ 156D DTY; bei 1,5 ≈ 167D, bei 1,7 ≈ 147D.
Wie hoch ist ein typischer Verstreckungsgrad?
Für Standard-Polyester-DTY liegt der Verstreckungsgrad meist im Bereich 1,5–1,7; er wird an der Maschine nach Garntyp, POY-Orientierung und angestrebtem DTY-Denier eingestellt.
Ist diese Berechnung exakt?
Nein, sie ist eine Schätzung. Tatsächlicher DTY-Denier und tatsächliche Ausbeute variieren mit Maschine, Temperatur, Fadenspannung, Ausschuss und Orientierungsunterschieden. Nutzen Sie das Ergebnis zur Vorplanung und ziehen Sie für exakte Werte das Produktions- bzw. Maschinenprotokoll heran.