Doppelseitiges Fleece (beidseitig gerauter Flor)

| Flächengewicht | 200–320 g/m² (5,9–9,4 oz/yd²) In der Familie: 100–400 g/m² · 4 Maschenwaren |
|---|---|
| Zusammensetzung | 100 % Polyester. |
| Maschenbindung | Double-faced fleece · Polar Fleece |
| Einsatzklasse | Außen / Struktur |
| Dehnbarkeit | Mechanischer Stretch |
| Bindung | Nach dem Stricken des Rundstrickgrunds werden rechte und linke Warenseite getrennt geraut und geschoren; auf beiden Seiten entsteht ein gleichmäßiger Flor. |
| Griff | Beide Seiten weich und florig; gleiche Weichheit, welche Seite auch auf der Haut liegt; ausgewogen und füllig. |
| Typische Anwendung | Ungefütterte Fleecejacken und -oberteile (Rückseite sichtbar) · Wendekleidung · Decken und Schals |
| Stärken | Beide Seiten sind gleich weich, ein zusätzliches Futter entfällt, und wendbare Entwürfe behalten ein einheitliches Bild. |
| Zu beachten | Auch Standard-Fleece ist meist beidseitig geraut; „doppelseitig“ bezeichnet vor allem den bewusst ausgewogenen, fertig geschorenen Flor auf beiden Seiten. Zwei geraute Seiten verdoppeln die pillinganfällige Fläche (Anti-Pilling-Ausrüstung empfohlen). |
ISO 9001 · ISO 14001 · ISO 45001: Verlängerung läuft.
Warenbreite, Feinheit (Gauge), Ausrüstungsoptionen und Prüfnormen teilen wir auf Anfrage mit.
Typische technische Bereiche
| Flächengewichtstoleranz | ±5 % (typisch); bei gerauhter Florstruktur ist ±5–7 % das realistischere Band, bei feinem Micro-Fleece bis ±7 % |
|---|---|
| Warenbreite | Breitware ~150–190 cm (typisch 160–180); Schlauchware ~70–95 cm. Abhängig von Maschinendurchmesser und Zoll, Flächengewicht und Verzug am Spannrahmen |
| Schrumpf (Wäsche) | Breite/Länge ~±2–4 % (typisch nach korrektem Thermofixieren); bei schwacher Stabilisierung oder Ausrüstung sind in der Länge bis 5 % möglich. Ein Ziel von ≤ ±3 % ist üblich |
| Farbechtheiten | Wäsche 4–5; Reibechtheit trocken 4–5, nass 3–4; Licht 4–6 (typisch für dispersgefärbtes PES). Angestrebt wird ein Minimum von ~4; bei dunklen und brillanten Tönen fällt die Nassreibechtheit auf die Untergrenze |
| Scheuerbeständigkeit / Pilling | Pilling 2–3 (roh bzw. unausgerüstet) → durch Scheren und Anti-Pilling-Ausrüstung 3–4, im besten Fall 4. Die Martindale-Scheuerung wird für Fleece meist nicht berichtet; wenn doch, liegt sie in der Größenordnung ~15.000–30.000 Touren (abhängig von Konstruktion und Garn) |
| Maschinenfeinheit / Garn | Maschinenfeinheit ~E18–E24 (typisch E20–E22; bei schwerem, bauschigem Fleece bis E16–E18); Garn meist 100–300 Denier texturiertes PES (DTY) (gröberer Denier oder mehrfache Zuführung für Flor und Füllung; bei Micro-Fleece ~75 Denier Mikrofilament) |
Diese Messbereiche sind branchentypische bzw. indikative Werte auf Basis von Konstruktion und Faser, keine verbindlichen QC-Messwerte von Fersan. Die genauen Werte werden mit Bestellung, freigegebenem Muster und partiebezogenem QC-Bericht festgelegt.
Weiterführende Lektüre: Fleece und Scuba: strukturierte Maschenware aus Polyester · Geraut, ungeraut und Fleece: Woher die Wärme in Polyester-Maschenware kommt · Flächengewichts-Karte: Von 80 bis 400 g/m² — welche Maschenware für welches Produkt? · Thermophysiologischer Komfort: Ret, Rct und die schwitzende Heizplatte